Spliss im Bart

Bei Spliss denkt man zuallererst an ein typisches Frauenproblem. In der Werbung schaut eine Frau traurig auf ihre Haarspitzen und empfiehlt ein tolles Serum. Dass dieses Serum nicht wirklich hilft, habt ihr vielleicht anhand der Jammerei eurer Freundin schon mitbekommen, die schon irrsinnig viele Mittelchen ausprobiert hat, um den Spliss in ihrem langen Haar wegzubekommen. Blitzt euch jetzt die Schadenfreude in den Augen, dann schaut doch einmal euren Bart an! Vorausgesetzt, ihr habt einen, was wir hoffen. Es gibt nämlich auch Spliss im Bart! Glaubt ihr nicht? Dann habt ihr keinen Bart oder nur einen sehr kurzen. Oder ihr ernährt euch hervorragend gesund und pflegt und hegt euren Vollbart inbrünstig. Habt ihr gespaltene Haarspitzen entdeckt? Dann solltet ihr jetzt weiterlesen, denn wir erklären euch, wie die Haarspalterei entsteht, wie ihr vorbeugen könnt und was ihr gegen den Spliss in eurem Bart tun könnt. Und alle, die sich jetzt entspannt zurücklehnen, weil sie keine gespaltenen Barthaare entdeckt haben, lesen bitte auch, grins.

Spliss im Bart – ein Problem echter Kerle

Viele Jahre hatten wir Männer das Problem mit dem Spliss im Bart nicht. Das lag einfach daran, dass wir kaum Bärte trugen! Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei und der Bart kann gar nicht lang genug sein. Mit dem Bart kamen neue Probleme: Knötchen, störrische Haare, Reißverschlüsse…und natürlich auch Spliss. Ein Problem, welches höchstens die langhaarigen Hippies und Metal-Jünger mit sich herumtrugen und tragen, aber doch nicht wir echten Kerle! Nun gut, nun hat es auch uns erwischt und wir müssen der Haarspalterei auf den Grund gehen.

Spliss entsteht überwiegend in längerem Haar. Daher wird er auch als typisches Frauenproblem behandelt. Da wir Kerle aber nicht mehr komplett glattrasiert oder mit einem fein gestutzten Drei-Tage-Bart durch die Gegend laufen, sondern mit Stolz unsere prächtigen, langen Vollbärte zeigen, trifft uns dieses Problem nun auch. Auch Barthaare sind Haare und diese können sich spalten, ob wir wollen oder nicht! Allgemein sagt man Spliss zu dieser Haarspalterei, wenn ihr euch allerdings etwas cooler ausdrücken wollt und euer Problem von dem der Mädchen abgrenzen wollt, könnt ihr es ganz cool mit Trichoptilosis bezeichnen. Dieses männliche Wort beschreibt deutlich, was passiert: an den Spitzen der Haare, in eurem Fall der Barthaare, brechen die inneren Strukturen auf, sie trocknen aus und schon spaltet sich euer Barthaar in mindestens zwei, meist aber mehrere Persönlichkeiten auf.

Ursachen für den Spliss im Bart

Die Ursachen für den Spliss im Bart sind, wie bei normalen Kopfhaaren eben auch, ganz unterschiedlich und vielfältig. Ein Grundproblem bei langen Haaren, und ein stolzer Vollbart besteht nun mal aus langen Haaren, ist die Versorgung mit Talg bis in die Spitzen. Es gelangt nicht genug Schmiere und Feuchtigkeit bis hinunter zu den Spitzen und das Haarende neigt zu Austrocknung. Also muss Feuchtigkeit zugeführt werden. Das übernimmt dann ein Bartshampoo, Bartöl und Beard Balm. Oft sind es aber auch gerade die Pflegestoffe, die das Aufbrechen der Haarstruktur provozieren. Ja, ihr habt richtig gelesen. Substanzen in Haarpflegeprodukten, wie Silikone oder Parabene, erzeugen einen Film um das Haar, welcher es glatt und gesund aussehen lässt. Erinnert ihr euch an den Werbespruch: Gesund aussehendes Haar, jeden Tag? Da steckt eine ganze Menge Wahrheit drin, denn euer Haar sieht nur gesund aus, ist es aber nicht. Im Gegenteil, die Silikone verhindern, dass euer Haar Feuchtigkeit aufnehmen kann, welche es dringend braucht, um seine Struktur zu erhalten.

Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ihr euren Bart nicht mehr waschen oder pflegen sollt – ganz im Gegenteil! Das solltet ihr selbstverständlich tun. Ihr müsst nur darauf achten, dass ihr Bartpflegeprodukte verwendet, die keine Silikone und Parabene enthalten. Wenn ihr eure Pflegeprodukte bei uns im Vi Tva Hairshop kauft, braucht ihr nicht lange die Inhaltsstofflisten studieren. All unsere Bartpflegeprodukte sind silikonfrei und enthalten natürliche Pflegestoffe, die eurem Bart gut tun.

Aber die Silikone sind nicht die einzigen Feinde eures Barthaares. Heißes Wasser, Sonne, Chlor im Schwimmbad, Salzwasser, starker Wind, Fönen und Glätten (ja, solls geben, dass man sich den Bart glättet), strapazieren das Barthaar und begünstigen Spliss im Bart. Das ist aber noch längst nicht alles, was euer Bart an einem gewöhnlichen Tag erleiden muss. Zwirbelst du gern in deinem Bart herum? Streichst du häufig darüber? Rubbelst du ihn mit einem Handtuch trocken? Reibt er an deinem Kragen, am Rollkragenpullover, am Reißverschluss usw.? All dies sind ebenso Ursachen für Spliss im Bart, denn er wird durch die ständige Reibung, vor allem in den Spitzen, ständig strapaziert.

Eine weitere Ursache für Spliss im Bart, oder männlich ausgedrückt Trichoptilosis, ist eine ungesunde Ernährung. Ja, Schönheit kommt eben von innen, um es einmal mit einer abgedroschenen, aber trotzdem wahren Formulierung auszudrücken. Wächst euer Haar gut versorgt mit Vitaminen, Nährstoffen, Mineralstoffen und Fetten aus der Haut heraus, ist ihm auch ein langes Leben gewährt. Ok, das war jetzt vielleicht nicht die beste Formulierung, denn Haare sind ja tot. Umso wichtiger ist es, dass die Haare schon gesund hervorsprießen. Das tote Material altert und altert und wird nur durch natürlichen Talg und Feuchtigkeit und durch eure Pflegeprodukte schön und jung gehalten. Was also schon krank, anfällig und brüchig herauswächst, ist umso schwerer zu erhalten.

Vorbeugung von Spliss im Bart

Aus den eben erwähnten Ursachen lassen sich die Möglichkeiten für die Vorbeugung von Spliss im Bart ableiten. Ihr müsst ganz einfach alle chemischen, natürlichen und mechanischen Feinde eures Bartes fernhalten. Also nicht mehr ins Wasser, kein Waschen mehr, kein Zwirbeln, kein Rubbeln, kein Streicheln, bei Sonne und Wind nicht mehr rausgehen, Bart hochbinden, damit er nicht am Kragen oder an der Brust reibt. Quatsch! Natürlich dürft ihr weiterhin leben, doch solltet einfach auf ein paar Sachen achten und einige Gewohnheiten bei Bedarf umstellen.

Gesunde Ernährung für einen gesunden Bart

Ihr müsst jetzt nicht gleich die neuesten Food-Trends googeln oder gesunde Gerichte in tausenden von Kochbüchern recherchieren. Keine Sorge! Gesunde, ausgewogene Ernährung ist auch für uns Männer möglich, ohne dass wir das Gefühl haben, auf einer Diät aus einer Frauenzeitschrift zu sein. Ihr müsst nur genügend Vitamin A, Vitamin B3, B3, B5 und B6, Vitamin C und Vitamin H mit dem Essen aufnehmen. Dazu eine schöne Mischung aus Spurenelementen wie Eisen, Kupfer, Selen, Jod und Zink, Mineralstoffen wie Calcium und natürlich Eiweiß und schon ist die ausgewogene Ernährung perfekt und euer Haar wird gesund und munter wachsen. Klingt sehr chemisch und kompliziert? Ist es aber nicht, denn mit Nüssen, Getreide, Obst, Gemüse, Milch und Eiern, gespickt mit ein bisschen Fleisch und Fisch habt ihr all die wertvollen Ingredienzien, die ihr braucht. Wenn ihr Vegetarier oder Veganer seid, wisst ihr, wie ihr auch über diese Art der Ernährung all die Eiweiße und Elemente, die sonst nur in tierischen Produkten zu finden sind, ersetzt. Zur gesunden Ernährung gehört dann noch ein wenig Sport und Entspannung, um eure Mitte zu finden und Stress abzubauen. Klingt jetzt doch wie aus einer Frauenzeitschrift. Aber Hey! Wollt ihr einen gesunden Bart, oder nicht?

Geeignete Pflegeprodukte

Natürlich muss der Bart gewaschen werden und mit zunehmender Länge braucht es auch ein Bartöl oder Beard Balm, um die störrischen Barthaare und vor allem die sehr trockenen Spitzen zu pflegen. Ihr solltet aber darauf achten, die richtigen Produkte für den Bart zu verwenden. Richtig sind vor allem solche Produkte, die auf Silikone und Parabene verzichten. Wie wir oben schon erwähnten, helfen Sie nicht gegen Probleme mit dem Haar, sondern fördern sie sogar noch. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass die Tenside, die für die Reinigung verantwortlich sind, nicht zu scharf sind. Sie sind aggressiv und reizen Haut und Haar.

Die richtige Bartbürste

Wir alle machen das. Reiben im Bart herum, streichen über ihn, zwirbeln dran herum – doch genau hier solltet ihr euch ein wenig in Zurückhaltung üben. Es stresst den Bart und kann zu Struppigkeit und Spliss führen. Was wir oben bei den Ursachen gar nicht erwähnt haben, jetzt aber nachholen, ist, dass auch die falsche Bartbürste oder ein falscher Bartkamm zu Spliss führen kann und die Barthaare strapaziert. Achtet bei eurer Bürste oder dem Kamm auf eine gute Qualität. Bartbürsten sollten aus Naturhaar, am besten aus Wildschweinborsten, bestehen. Bartkämme sollten gut abgerundete Zinken haben, die sich nicht verhaken. Lest bei uns im Blog, was eine gute Bartbürste und einen guten Bartkamm ausmacht.

Spliss im Bart – gibt es Rettung?

Was als Haarproblem bekannt ist, gibt es auch oft bei Barthaaren – Spliss.

Zurück zum Anfang. Ihr könnt natürlich jetzt in der glücklichen Lage sein, zu denen zu gehören, die weitergelesen haben, obwohl sie keinen Spliss im Bart festgestellt haben. Gehört ihr aber zu der anderen Hälfte, die der Betroffenen, dann fragt ihr euch sicher schon die ganze Zeit, was ihr denn nun gegen den schon vorhandenen Spliss im Bart machen könnt. Darauf wollen wir nun natürlich auch noch eingehen. Das Beste kommt ja schließlich zum Schluss! Doch wir sollten vielleicht ein anderes Wortspiel verwenden. Die Verkündung von schlechten Nachrichten versucht man so lange wie möglich hinauszuzögern. Seid stark, wenn ihr schon gespaltene Haarspitzen habt und gebt nicht uns die Schuld.

Ihr könnt natürlich versuchen, die gespaltenen, zerfransten Spitzen wieder zu kitten. Hierfür nehmt ihr dann Produkte, die viel Kleber wie Silikon enthalten. Das hilft für ein paar Tage oder auch Stunden, je nach Zustand eurer Bartspitzen, aber beseitigt nicht das Grundproblem. Und wie wir gelernt haben, faked ein Pflegeprodukt mit Silikon nicht nur eine schöne glatte Struktur, sondern wirkt noch weiter förderlich auf die Spaltung. Gut, wenn das Haar dann bis obenhin aufgespalten ist und ausfällt, ist das Problem auch gelöst, aber das ist ja nicht Sinn der Sache.

Es geht also wirklich kein Weg daran vorbei: habt ihr Spliss im Bart, muss der weg und zwar radikal, mit der Schere, oder einem Trimmer, unter Tränen, aber er muss weg. Es gibt kein Wundermittel gegen den Spliss. Ist er einmal da, geht er nie wieder weg. Das einzige Wundermittel ist die Schere, mit der die kaputten Spitzen abgeschnitten werden. Auch mit einem Trimmer, der nur wenige Millimeter der Bartenden cuttet, lässt den Bart wieder gepflegt aussehen. Euer Barber hat so geschickte Hände, dass er den Spliss sauber entfernen kann, ohne dass ihr wie eine gerupfte Gans ausseht oder rabiat gekürzt den langen Weg zum Bart noch einmal antreten müsst. Geht also regelmäßig zu ihm oder stutzt selbst die wenigen Millimeter, pflegt euren Bart mit Ölen und Bartbalsam, guten Shampoos oder Bartseife, bürstet fleißig und ernährt euch gesund. Dann steht dem gesunden Bart nichts im Wege und das leidige Mädchenproblem wird nicht euer Problem sein.